Erfahrung ErschöpfungErschöpfung, Nahrungsmittelunverträglichkeit

Melanie Hainz aus Bayern

Die Klinik war mein Lichtblick

Eine Patientin mit CFS und schwerer Nahrungsmittelunverträglichkeit berichtet.

Aktiv, engagiert, voll im Leben, beruflich auf der Überholspur …. Das war mein bisheriges Leben, bis im Frühjahr 2014 plötzlich und unerwartet mein Kreislauf richtig Probleme machte. Ohne Vorwarnung sackte der Blutdruck z.B. während der Autofahrt zur Arbeit ab, Schwindel, kalter Schweiß und Übelkeit stellten sich ein.  Hinzu gesellten sich Herz-Rhythmus-Störungen immer dann, wenn ich zur Ruhe kam. Heftige Kopfschmerzen wurden dazu noch mein ständiger Begleiter.

Mit Bioresonanztherapie konnte ich mich dann halbwegs bis ins Frühjahr 2015 retten. Doch dann kam Super Gau dazu – mich überfiel zusätzlich eine unbeschreibliche permanente Müdigkeit. Von morgens bis abends müde – Diese Müdigkeit hat sich im Laufe der Zeit so verstärkt, dass ich morgens nicht mehr zur Arbeit fahren konnte, ich mich spätesten gegen Mittag zum Schlafen für 2-3 Stunden   hinlegen musste, weil ich völlig erschöpft war. Danach kam ich aber auch nicht mehr wirklich auf die Beine. Die Müdigkeit blieb.

Da ich in leitender Position arbeite und daher noch ein Homeoffice habe, konnte ich zumindest für einige Monate meinen Job stemmen.

Aber damit nicht genug – alle Symptome prägten sich wieder stärker aus, die Müdigkeit wurde bleiern schwer, hinzu kamen Schlafstörungen, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörung, stand immer öfter neben mir, fühlte mich wie benebelt und es entwickelte sich eine mittelschwere Lebensmittelallergie welche Bauchschmerzen, Durchfälle, einen Vitaminmangel und einen erheblichen Gewichtsverlust mit sich brachte. Mein Leidensdruck wurde immer größer – ich musste nun auch noch meine Essgewohnheiten radikal ändern und monatelang Essenspläne führen um jedes Lebensmittel sowie Gewürze (welches noch erlaubt war) nur alle 4 Tage zu verwenden um die vom Immunsystem gebildeten Allergene auszuschalten. Das ist für mich eine ziemlich frustrierende Situation gewesen. (Unverträglichkeiten auf u.a. Gluten, Hefen, Soja, Laktose und Laktase, Eier, div. Gewürze und auch auf verschiedene Kräuter und Gemüsesorten)

Mein Alltag - kaum noch zu schaffen – die Ärzteschaft ratlos – und ich inzwischen ein Wrack!

Da fand ich zum Glück eine TCM-Ärztin, die nun endlich das Puzzle zusammengesetzt hat und da hatte ich erstmals eine Diagnose und einen Namen für das ganze Chaos: CSF-Syndrom. Verursacht durch Viren – vermutlich meine verschleppte Grippe im Winter 2012. Jetzt konnte man zwar das ganze benennen, aber für diese seltene Erkrankung gibt es aus schulmedizinischer Sicht weder einen konkreten therapeutischen Ansatz, geschweige denn eine Aussicht auf Heilung da es noch zu wenig erforscht ist.

Somit habe ich mich entschlossen auf eigene Kosten im Juli 2016 in die Klinik am Steigerwald stationär zu gehen. Und das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte! Dieser Aufenthalt hat mich ein ganzes Stück wieder ins Leben zurückgebracht. Nach der ersten Woche mit Akupunktur, Körpertherapie und Dekokten bin ich morgens aufgewacht und bemerkte, dass mein „Geist“ aufgewacht ist, sich der Nebel aus dem Kopf verzogen hat, als wenn mir jemand einen Deckel abgenommen hätte.

Nach der zweiten Woche:

  • die bleierne Müdigkeit verschwunden ist und auf ein erträglicheres Maß zurückgegangen ist, sodass ich inzwischen an manchen Tagen mit nur 1,5 Std Mittagsschlaf den Tag gut durchstehe.
  • bis auf Gluten ich auf fast nichts mehr verzichten muss auf meinem Teller!
  • die Kopfschmerzen sehr selten geworden sind
  • die Verspannungen sich gelöst haben
  • Gewichtszunahme
  • kann die Konzentration länger halten und nicht nur 10 Minuten wie vorher
  • nicht mehr so vergesslich

Ich bin total begeistert von diesem Erfolg, dem ganzen Klinikkonzept wie auch vom gesamten Ärzte-/Pflege- und Behandlungsteam. Ich habe hier zum ersten Mal erfahren, das sich für den Patienten nicht nur Zeit genommen wird sondern auch zugehört wird und man wird als Mensch wahrgenommen und nicht als „Fall“ . Ich bin zuversichtlich, dass sich meine Beschwerden mit den Dekokten weiterhin verbessern werden und ich mein aktives Leben wieder zurückbekomme!

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