Erfahrung AD(H)SADHS

Erfahrungsbericht einer Mutter eines ADHS-Patienten ADHS - Ekzem- Durchfall/ Bauchschmerzen

Klinikaufenthalt: April 2014

Im April 2014 wurde mein Sohn (7 Jahre, 2. Klasse) stationär in der Klinik am Steigerwald aufgenommen. In der Vorschule trat häufiger Durchfall auf und es bildete sich in regelmäßigen Abständen ein Ekzem um den Mund. Nach einigen Arztbesuchen und vielen Salben, haben wir, da immer nur kurzfristig eine Verbesserung festzustellen war, am Ende gar keine mehr genommen.

Wegen den Durchfällen ließen wir ihn dann auf Nahrungsmittelunverträglichen testen. Tatsächlich gab es diese und somit stellten wir die Ernährung um. Dies war sowohl für ihn, als auch für mich eine große Herausforderung, die wir zwar meisterten, aber leider kamen die Durchfälle trotzdem wieder. Durch Schüßler- Salz- Kuren, Homöopathie und Darmsanierung haben wir immer auf Heilung gehofft. Es wurde auch teilweise besser, kam aber immer wieder. Hinzu kam, dass durch die "Schübe" auch Unkonzentriertheit und Aufmerksamkeitsstörungen auftraten, mal abgesehen von Unwohlsein und dadurch auftretende Stimmungsschwankungen. In der Schule wurde es dadurch für ihn immer schwieriger und somit kam es zu Blockaden bei den Hausaufgaben und Wissenslücken, die zwangsläufig entstanden. Schnell gesellte sich eine Art Lernfrust hinzu. Selbst mit viel Mühe, Geduld und Hilfe waren wir dann an einem Punkt, an dem wir nicht mehr weiter wussten.

Es wurde uns ans Herz gelegt, ihn evtl. auf ADHS testen zu lassen. Bei vielen ist das ein Tabu- Thema, vor allem weil es leider oft mit "heftigen" Tabletten schnell behoben wird oder zumindest versucht, zu beheben. Beruflich war ich auf einer Fortbildung zum Thema ADHS/ ADS mit schulmedizinischem Ansatz und mein Mann und ich wussten danach sicher eines: auf keinen Fall unser Kind!

Mein Mann und ich haben unseren Sohn also nie testen lassen und die Diagnose ist uns nicht wichtig. Einen naturheilkundlichen, ganzheitlichen Ansatz hätten wir gerne gehabt! Zum Glück hat uns dann seine Lehrerin die Klinik am Steigerwald empfohlen. "Er muss einfach ins Lot kommen, raus aus dem Alltag und ihr werdet sehen, die können ihm bestimmt helfen!" Ich bin selbst Lehrerin und habe mich dann über chinesische Medizin informiert. Nach einigen organisatorischen Gegebenheiten haben wir uns entschieden (auch fast als letzte Hoffnung), ihm dort ganzheitlich helfen zu lassen.

Wir haben die letzte Osterferienwoche und die darauffolgenden zwei Wochen in der Klinik am Steigerwald verbracht. Insgesamt also 3 Wochen. Eine verhältnismäßig geringe Zeit zieht man die "Baustellen" unseres Sohnes in Betracht. Dennoch wurden durch die intensive Therapie in der Kürze der Zeit für uns wunderbare Fortschritte erzielt. Auch von Seiten seiner Schule gab es überhaupt keine Probleme, was unser Vorhaben anging. Sie waren sehr offen für unser Handeln.

Wir starteten also den vollstationären Aufenthalt und ich rate nur jedem, es stationär zu machen. Die Kinder haben eine tolle medizinisch-pädagogische Betreuung, sind vom Alltag weg, können sich auf die Heilmethoden der chinesischen Medizin einlassen und die Ärzte, Therapeuten und Kliniklehrerin können und nehmen sich auch viel Zeit für die Kinder. Die absolut netten und freundlichen Mitarbeiter, die super Steigerwaldluft und das spezifische Behandlungskonzept für ADHS-Kinder hat bei uns eine positive, intensive und erfolgreiche Zeit hinterlassen.

Frau Reiter (ADHS- Trainerin und Kliniklehrerin) hat sich intensiv um unseren Sohn gekümmert, seine schulischen Schwächen und Wissenslücken herausgefunden und diese gezielt in täglichen Einzelstunden zu beheben versucht. Unserem Sohn kam also in dieser Zeit eine intensive individuelle Förderung zu Teil, wie sie Schule nicht leisten kann. Mit viel Zeit, Verständnis, einer anderen, oft kreativen, Herangehensweise, rhythmisierten Lern- und Bewegungs-Einheiten, immer den Blick auf das "ganze" Kind, nicht nur auf das Schulkind, und auch Regeln, ist es ihr gelungen, dass sich seine Blockaden lösten, er Lerntechniken lernte, die ihm auch zu Hause ein eigenständiges und motivierendes Arbeiten ermöglichen. Unser Sohn weiß sich nun selbst zu helfen, zu organisieren, zu strukturieren und ich als Mutter weiß auch, wie ich ihn noch individuell fördern, loslassen, begleiten kann und habe mehr Zugang in "Stresssituationen" zu ihm bekommen.

Auch die Körpertherapie und Ergotherapie wird individuell auf das Kind ausgelegt und z. B. durch therapeutisches Bogenschießen u.a. Elemente wurde seine Aufmerksamkeit und Konzentration gefördert. Er weiß nun, wohin mit seinen Energien; weiß, wie er mit Spannung und Anspannung umzugehen hat und kann seine in der Klinik gemachten Erfahrungen auch in Drucksituationen umsetzen. Nicht zuletzt haben diese Therapieformen ihm auch immer sehr viel Spaß gemacht; er hat es nie als Lernen empfunden, was sicherlich auch zum Therapieerfolg beigetragen hat.

Nun sind einige Wochen vergangen, mein Mann und ich, auch sein Bruder, sind absolut dankbar, dass wir diesen Schritt gegangen sind. Aus eigener Erfahrung sind wir von der Heilbehandlung und dem Behandlungskonzept überzeugt. Unser Sohn ist "reifer" geworden, steht sicherer und ruhiger im Leben, freut sich bei Erfolgen, die nun auch öfter vorkommen, macht selbstständig Hausaufgaben, ist konzentrierter und ausdauernder bei der Sache, und ganz wichtig, all dies ohne Stress und Blockaden; Dank den Tipps und pädagogischen Tricks von Frau Reiter ist Schule nun kein Problemfeld mehr für uns.

Die Durchfälle sind weg, er klagt nicht mehr über Bauchschmerzen. Das Ekzem kam anfangs noch einmal, ist aber nun seit 3 Wochen weg und wir hoffen, dass dies auch so bleibt. Er hatte schon mal wieder Anzeichen eines Schubes, aber den konnten wir durch die Erfahrung in der Klinik sofort blocken. Sein Dekokt, den Tee, trinkt er weitgehend, soweit es der Alltag zulässt. Auch Ausnahmen, wie z.B. bei einem Freund übernachten ohne Dekokt, klappt gut. Die Ernährung haben wir weitergeführt, wie in der Klinik empfohlen, die ihm sehr bekommt, ebenso uns allen in der Familie. Wir fühlen uns viel wohler und sind fitter. Durch die Beschwerdefreiheit unseres Sohnes geht es natürlich auch der ganzen Familie viel besser. Hinzu kommt, dass Lehrer, Direktorin und Verwandte eine positive Veränderung an ihm festgestellt haben. Seine Aufmerksamkeit ist erhöht und er ist wesentlich ausgeglichener. Die Konzentration ist nach so kurzer Zeit um einiges besser. Somit bin ich einfach nur dankbar, dass es doch natürliche Alternativen gibt, die Kinder ganz ohne Chemie helfen, mit Schuldruck und Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen umzugehen.

Wir werden auf jeden Fall weiterhin unseren Sohn, nach Bedarf, durch chinesische Heilmethoden unterstützen und sind auch noch weiterhin in Kontakt mit der Klinik.

Dank an alle Ärzte, vor allem Dr. Schmincke und Frau Hackert, an Frau Reiter, an das Pflegepersonal, an die interessanten Vorträge, netten Bastelabenden, an das Küchenteam (einfach superlecker!- auch für Kinder!!!), an die Gärtnerin Ulli (das Stevia und aztekisches Süßkraut wächst und wächst), an Bruno und Pepper (die Hunde der Gärtnerin), an das "Körpertherapie- Team", ...

Bei Kontaktwunsch zwecks Informationen oder Erfahrungsaustausch erfragen Sie die Telefonnummer / E-Mail-Adresse bitte über die Klinik (Frau Reiter, n.reiter@tcmklinik.de oder 09382-949242).

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Die Kontaktdaten erhalten Sie durch die Klinik am Steigerwald. Ihre Ansprechpartner sind Bettina Meinnert und Michael Brehm. Telefon: 09382/949 203.


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