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Wie kam es zur Gründung der Klinik am Steigerwald ?

 

Die Idee zur Gründung einer Klinik für chinesische Medizin geht auf das Jahr 1992 zurück. Sie entstand aus den Erfahrungen und Bedürfnissen von Ärzten heraus, die sich zusätzlich zu ihrem Medizinstudium mit chinesischer Medizin befasst und sie in ihren Praxen therapeutisch eingesetzt hatten. Um den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, hatten sie sich schon Jahre davor zu einer Arbeitsgemeinschaft, der DECA, der Gesellschaft für die Dokumentation von Erfahrungsmaterial der Chinesischen Arzneitherapie, zusammengeschlossen.
Die Erfahrungen in der Behandlung chronisch kranker Menschen mit den Methoden der chinesischen Medizin waren überaus ermutigend. Zugleich aber zeigten sich auch die Grenzen der ambulanten Behandlung und immer mehr Patienten, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung ambulant kaum sinnvoll behandelt werden konnten, suchten die Hilfe von DECA-Ärzten auf. Für die schweren Fälle brauchte es eine Klinik.
Außerdem fehlte es an einer Stätte für Fortbildung und Forschung. Die Arbeitsgemeinschaft der DECA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die traditionelle chinesische Medizin den Gegebenheiten unserer westlichen modernen Gesellschaft anzupassen und entsprechend zu modifizieren. Es brauchte einen Ort, an dem die dazu erforderliche Forschung koordiniert und betrieben werden kann. Auch für die Fortbildung, ein weiteres Kernanliegen der DECA, musste eine geeignete Einrichtung geschaffen werden.
Auf der Suche nach einem passenden Objekt, zuerst in Oberbayern, dann in Unterfranken, bot sich schließlich die Waldesruh bei Gerolzhofen an. Als ehemaliges Erholungsheim erwies sich die Anlage als baulich geeignet und die herrliche Lage zwischen dem Wald im Rücken und dem mit Reben bewachsenen Abhang zur Mainebene hin machten es attraktiv. Die großartige Unterstützung durch Bürgermeister, Landrat und lokale Behörden trugen das Ihre zur Wahl dieses Ortes bei.
Nun musste Kapital eingeworben werden. Die Ärzte selber, deren Freunde und viele Patienten beteiligten sich. Auch Geschäftsleute aus der Umgebung konnten gewonnen werden. Das war anstrengend, aber auch ermutigend. Den vielen Helfern, die sich in dieser harten Gründungsphase für unser Projekt einsetzten und finanziell beteiligten. war an erster Stelle nicht die Rendite wichtig, sondern die Idee.
Im November 1996 konnte der erste Patient aufgenommen werden. In der Zwischenzeit hatte sich die gesundheitspolitische Landschaft allerdings grundlegend verändert. Es war zum großen Kliniksterben in Bayern gekommen. Eine vertragliche Verankerung bei den gesetzlichen Krankenkassen war nicht mehr zu gewinnen. So wurde die Klinik am Steigerwald notgedrungen das erste private Krankenhaus für chinesische Medizin in Deutschland.
Die Entwicklung seither hat uns bestätigt: Das ärztliche Motiv zur Gründung der Klinik fand einen Widerhall bei den Patienten. Bundesweit suchen chronisch kranke Menschen den Weg zu uns. Ihr Vertrauen in unsere medizinischen Möglichkeiten und unsere Beweggründe bildeten und bilden die Einheit, aus der heraus die Klinik am Steigerwald heute auf soliden Grundlagen ruht.