Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
"Kalte Füße"!
Jeder kennt das Gefühl der kalten Füße.
Vornehmlich, aber nicht nur ein Phänomen
der kalten Jahreszeit: Die kalten
Füsse können Schnupfen, Heiserkeit
oder auch eine Blasenentzündung ankündigen.
Die körperliche und seelische
Abwehr, unser Immunsystem, ist gefordert.
Die Erfahrung ist so gewöhnlich,
dass neben dem konkreten Sinn auch
ein übertragener üblich ist. In der
Umgangssprache heißt es: "Da habe ich
kalte Füße gekriegt." Was soviel bedeutet wie:
Eine Situation ist eng oder brenzlig
geworden, man ist ängstlich und
möchte der Situation ausweichen.
Hat man kalte Füße, verändert sich der
Bodenkontakt. Die Füße werden starr
und unbeweglich, gefühllos. Die gute
Bodenhaftung geht verloren. Ich spüre
"meine Erde" nicht mehr. Vielleicht bin
ich der Situation nicht mehr gewachsen.
Was hilft nun in beiden Fällen, bei den
umgangssprachlichen und den konkreten
kalten Füßen? Sich kurze Zeit
zurückziehen, warme Socken anziehen,
die Füße mit den Händen kneten, massieren,
sie wieder wahrnehmungsfähig
machen, sich besinnen und den Boden
zurückgewinnen, sich neu behaupten.
Viele kennen vielleicht noch den
Spruch: "Hast Du kalte Füße, mach Dir
warme Gedanken." Vielleicht ist da
mehr dran, als man denkt. Und es ist
erstaunlich: Manchmal klappt es wirklich,
die kalten Füße buchstäblich warm
zu denken. Das gilt übrigens für beide
"kalten Füße", die bildlichen und körperlichen.
Mehr Information zum Problem der
kalten Füsse finden Sie auf den nächsten
Seiten. Chinesisch sind sie ein wichtiges
Thema für Diagnose und Therapie,
denn es läuft nicht viel, wenn der Energiefluss
durch kalte Füsse blockiert wird.
Wir wünschen Ihnen für dieses Winterhalbjahr
warme Füsse, warme Gedanken
und gute Gesundheit. Wie immer
bedanken wir uns für das freundliche
feed back auf die letzte Klinkzeitung.
Herzlich, die Redaktion der
Klinikzeitung
Michael Brehm & Bettina Meinnert
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