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Was ist Psychotonik?

 

Mit der von Prof. Volkmar Glaser seit den 50er Jahren entwickelten Psychotonik existiert ein diagnostischer und therapeutischer Weg, der die psychosomatischen Ansätze westlicher und östlicher Heilkunde verbindet. Zusätzlich eröffnet das Verständnis für die psychische und bewegungsorientierte Dimension der Meridiane neue Wege in der therapeutischen Arbeit.
"Psychotonik ist die Lehre vom Lebensgefühl. ... Sie ist zu verstehen als Lehre, die die Korrespondenzen zwischen der Spannungsverteilung in der Muskulatur - also etwas Somatischem - und der Affektivität - also etwas Psychischem - erforscht, systematisiert und für die erzieherische und heilende Arbeit nutzbar macht. Sie umschließt alle Verhaltensvariationen, die sowohl vom Aspekt des Seelischen, als auch von dem des Leiblichen aus denkbar wären."
Glaser V., Eutonie, das Verhaltensmuster des menschlichen Wohlbefindens, Haug Verlag, Heidelberg 1993
Psychotonik erforscht die Korrespondenz von Befinden, Verhalten und Körperausdruck. Wo Kontakte und Begegnungen mit Menschen zum Berufsalltag gehören, kann Psychotonik eingesetzt werden. Als Kommunikationsmodell und pädagogisch-therapeutisches Verfahren findet sie Eingang in nahezu alle Bereiche menschlicher Verständigung und Bewegung.
Psychotonische Konzepte bewähren sich heute auf zahlreichen Berufsfeldern wie beispielsweise Körpertherapie, Massage, Krankengymnastik, Sporterziehung, Krankenpflege, Musikunterricht und Sprecherziehung und selbstverständlich auch im privaten Umfeld.