Pressemitteilung
Keine Nacht schlafen – ein Albtraum
Ursache für die unruhigen Beine soll nach neuestem Stand der Forschung ein fehlerhafter Gehirnstoffwechsel sein. Ähnlich wie bei der Parkinson-Krankheit wird ein zu geringer Teil des Botenstoffes Dopamin gebildet; dieser Mangel wird bei mehr als der Hälfte der Betroffenen vererbt. Die ständigen Schmerzen und der unstillbare Bewegungsdrang sind zwischen 18 Uhr abends und 4 Uhr morgens am stärksten ausgeprägt. Meist kommen die „Würmer im Bein“ beim Hinsetzen auf einen bequemen Sessel oder direkt nach dem zu Bett Gehen. Nicht nur den Betroffenen setzt der ständige Schlafmangel durch verringerte Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag zu. Auch der Partner wird ständig geweckt, die Ehe also auch noch belastet. Bei einem kleineren Teil der Patienten wird die Krankheit durch eine Nierenunterfunktion ausgelöst, auch Eisenmangel kann zu Restless Legs führen. „Beim Großteil der Patienten liegt jedoch keine Mangelerscheinung zugrunde,“ macht Dr. Schmincke deutlich. Quälend werden dann nicht nur die Nächte, sondern auch Autofahrten, Kinobesuche oder Urlaube – das ständige Aufstehen nervt die Mitmenschen, Betroffene schämen sich und ziehen sich oft zurück.
Schlafmittel betäuben – nachts und am Tag
Üblicherweise wird das Restless legs Syndrom – wenn es denn erst einmal diagnostiziert ist – mit Psychopharmaka behandelt. Neben dem Parkinson-Medikament L-Dopa, das dem Körper den Botenstoff Dopamin zuführt, werden auch starke Schlafmittel (Benzodiazepine) oder Epilepsie-Medikamente verabreicht bis hin zu Opioiden, also Schmerzmitteln aus der Krebstherapie. Sie alle besitzen starke Nebenwirkungen wie Suchtpotenzial, Übelkeit und Benommenheit – und die Medikamente müssen über Jahre eingenommen werden. Das künstliche Dopamin verliert nach rund fünf bis sechs Jahren seine Wirksamkeit. Der gesunde Schlaf wird nachhaltig durch die Medikamente zerstört. Ein geregeltes Arbeitsleben oder ein Haushalt mit Kindern lässt sich mit diesen Nebenwirkungen nur schwer bewerkstelligen.
Schmerzfrei ohne Nebenwirkungen
Vor der TCM-Therapie steht neben der schulmedizinischen auch die chinesische Diagnostik. Ein erfahrener Arzt kann anhand von verschiedenen Pulsqualitäten wie schlüpfrig oder holpernd, anhand der Zunge und einer ausführlichen Befragung bereits den Wurzeln der Krankheit auf die Spur kommen. Die wichtige chinesische Arzneitherapie wird anschließend individuell für den Patienten zusammengestellt. „Die pflanzlichen Bestandteile werden als Sud aufgekocht und dieser als Dekokt bezeichnete Sud in kleinen Schlucken über den Tag verteilt getrunken“, erläutert Dr. Schmincke. Die Zusammensetzung der Arznei wird täglich von den TCM-Ärzten überprüft und je nach Heilungsprozess verändert und angepasst. Was sich so einfach anhört, kann allerdings für die Patienten recht anstrengend sein. „Wir rollen die Krankheitsgeschichte sozusagen von hinten auf, da gehen die Patienten auch durch Krisen, aber am Ende steht eine stabile Besserung der Beschwerden und keine Symptomunterdrückung mit Nebenwirkungen, fasst Dr. Schmincke die faszinierende Therapie zusammen.
zurück
komm public! Romy Robst
Große Düwelstr. 28, 30171 Hannover
Tel: 0511-89881011
e-mail: robst@komm-public.de
Herausgeber:
Klinik am Steigerwald
Waldesruh
97447 Gerolzhofen

