Pressemitteilung
Warum kommen Asthma und Neurodermitis so häufig zusammen vor?
Asthma und Neurodermitis, übrigens zusammen mit Heuschnupfen, werden unter dem Begriff „Atopie“ zusammengefasst, abgeleitet vom griechischen Wort Topos – also eine Krankheit ohne Ort. Sie äußert sich in der Lunge als Asthma oder in der Haut als Neurodermitis. Diese Krankheiten haben in der chinesischen Diagnostik und Therapie einen gemeinsamen Ursprung. Sie ganzheitlich zu behandeln, ist daher sinnvoll. Hier liegt ja auch die große Stärke der TCM.
Wie erklärt man sich die Entstehung dieser atopischen Krankheiten: Neurodermitis und Asthma?
In den ersten Lebensjahren wird das Immunsystem geprägt. Es lernt, Infekte schlagkräftig zu bekämpfen. Kinder, die eine atopische Krankheit entwickeln, sind sehr infektanfällig und werden immer wieder mit Antibiotika behandelt. Schließlich bleibt ein chronischer Husten. Das kann der Beginn von Asthma sein.
Welche Ursachen haben diese Krankheiten aus Sicht der TCM?
Asthma entsteht vorwiegend durch Kälte, die während der früheren Erkältungen in den Körper eingedrungen ist. Das überaktive und zugleich ineffektive Immunsystem führt zu Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur. Das Ekzem der Neurodermitis stellt einen Entgiftungsversuch dar, doch da im Bereich der Haut die Ausscheidungsmöglichkeiten begrenzt sind, kommt es zum Stau von Stoffwechsel-Endprodukten.
Wie geht ein TCM-Therapeut an diese Krankheiten heran?
Wir untersuchen den Patienten genau nach TCM-Kriterien: Pulstastung, Zungenbetrachtung und ausführliche Anamnese. Diese führt uns zu den Wurzeln der Erkrankung. Darauf basierend erstellen wir einen individuellen Therapieplan. Schwerpunkt ist die chinesische Arzneitherapie. Die Akupunktur bestimmter Punkte ist hingegen eine hervorragende Soforthilfe bei einem akuten Asthma-Anfall.
Was kann man sich unter einer chinesischen Arzneitherapie vorstellen?
Die chinesische Arzneitherapie greift langfristig. Wir verordnen Abkochungen aus chinesischen Kräutern, die zu einem individuellen Rezept zusammengestellt werden. Bestandteile wie Alanthblüten lindern Atemnot, Bittermandeln und Ballonblumenwurzeln bauen die Verkrampfung der Atemmuskulatur ab. Diese Rezeptur wird täglich überprüft und an den Verlauf der Therapie angepasst.
Sind die Patienten nach einer TCM-Behandlung gesund?
Bei 80 Prozent der Patienten sind die Beschwerden langfristig gelindert, so dass sie ihre Medikamente absetzen können und wieder voll belastbar sind. Diese guten Ergebnisse erzielen wir, wenn eine methodenkonforme ambulante Weiterbehandlung nach dem Klinikaufenthalt erfolgt. Wir bleiben deshalb in engem Kontakt mit unseren Patienten.
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