Klinik am Steigerwald  Krankheitsbilder  TCM Touren  Fortbildung  Patienten der Klinik  TCM Forum 
Homepage » Aktuelles » Pressemitteilungen » Drehschwindel: Wenn die Welt plötzlich haltlos wird

Pressemitteilung

 

31.10.2007
Morbus Menière muss nicht mit Medikamenten behandelt werden
Plötzlich sackten ihr die Beine weg. Martina war stark schwindelig, auf einem Ohr konnte sie kaum hören. Irritiert rappelte sie sich wieder auf und versuchte, sich an einer Bank festzuhalten. Schwindel, Hörbeschwerden und bei manchen Betroffenen auch ein Tinnitus: Drei typische Anzeichen für die Krankheit Morbus Menière, von der allein in Deutschland circa 80.000 Menschen betroffen sind. Die Erkrankung des Innenohres trifft meist Frauen und Männer zwischen 40 und 60 Jahren. Eine große Beeinträchtigung im Alltag, weiß Dr. Christian Schmincke, ärztlicher Leiter der Klinik am Steigerwald in Gerolzhofen, aus vielen Gesprächen: „Die Patienten sind auf Unterstützung im Alltag angewiesen und fühlen sich dadurch oft hilflos. Zu uns kommen fast ausschließlich schwer Betroffene, denen wir mit unseren Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM mehrheitlich weiterhelfen können.“ Auch Martina konnte durch TCM geholfen werden. Die 44-jährige Bankkauffrau lebt heute ein fast normales Leben.

Drehschwindel schulmedizinisch und chinesisch betrachtet

Plötzlich ohne Vorwarnung beginnt ein Anfall von Morbus Menière: Starker Drehschwindel, oft einhergehend mit Übelkeit und Erbrechen, Tinnitusgeräuschen und einseitiger Hörverminderung zwingen Erkrankte in die Knie. Der approbierte Arzt und TCM-Experte Dr. Schmincke erklärt, wie es aus schulmedizinischer und chinesischer Sicht zu diesen Anfällen kommt: „Nach schulmedizinischer Auffassung sind Wasseransammlungen im Innenohr Grund der Erkrankung. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr wird dadurch gestört und reagiert mit vorübergehendem Schwindel. Aber auch neurologische Ausfälle und Entzündungen im Ohr machen Drehschwindel. Allerdings lassen sich häufig auch nach eingehender neurologischer oder internistischer Untersuchung keine therapeutisch wegweisende Ursachen für den Drehschwindel finden. Schulmedizinisch beschränkt sich die Behandlung auf Medikamente gegen Übelkeit und Schwindel.

Zwischen zehn und zwanzig Minuten dauern die Schwindelattacken in der Regel. Die Gefahren liegen auf der Hand: Menière-Patienten wie Martina können sich nicht auf den Beinen halten und leiden unter der seekrankheitähnlichen, starken Übelkeit. Dr. Schmincke weiter: „Häufig ist die Angst vor dem nächsten Anfall sogar so groß, dass sich Angstzustände beim Patienten einstellen. Diese müssen ebenfalls in der Diagnose und weiterführenden Behandlung berücksichtigt werden.“

Aus chinesischer Sichtweise gibt es das Schlagwort „Kein Schwindel ohne Tan“, Tan kann man übersetzen mit allen ausleitungspflichtigen, den Körper belastenden Stoffen (die Chinesen sagen: innerer Schleim), die zum Beispiel von verschleppten Erkältungserkrankungen oder Nebenhöhlenentzündungen herrühren kann. Bei einer produktiven Erkältung wird der Tan (Schleim) über die Nase oder die Bronchien ausgeleitet. Versagt die Kraft dieses gesunden Prozesses, z.B. auch durch frühzeitige Antibiotikagabe oder zu wenig Ruhe im Krankheitsfall, kann dieser Tan nach oben in den Kopf steigen und dort den Schwindel verursachen. Diese Ursachen können akute Infekte, aber auch jahrelange vor sich hin köchelnde chronische Prozesse sein. Die chinesische Therapie setzt gezielt an den individuellen Ursachen an.

Individuelle Therapien

Bei der Behandlung mit der TCM steht eine ganzheitliche Diagnose im Vordergrund. So werden bei einer Untersuchung in der Klinik am Steigerwald neben der schulmedizinischen Betrachtung auch chinesische Verfahren wie Puls- und Zungendiagnostik zur Therapiebestimmung einbezogen. Mit der ausführlichen Krankenvorgeschichte, die bis in die Kindheit zurückerhoben wird, kann der erfahrene TCM-Arzt Gründe für die Erkrankung aufspüren und gegensteuern. Bei Morbus Menière setzt das Ärzte-Team in der Klinik am Steigerwald auf die chinesische Arzneitherapie, einem der Grundpfeiler der TCM. Bei diesem Verfahren werden individuelle Heilpflanzen-Rezepturen zu einem Sud abgekocht und von den Patienten über den Tag verteilt getrunken. Während der gesamten Therapie werden die Reaktionen des Körpers auf die chinesischen Rezepturen genau kontrolliert und die Heilpflanzen gegebenenfalls neu angepasst. Flankierend setzt das 15-köpfige Ärzte- und Therapeutenteam auf Verfahren wie Akupunktur, die Erwärmung der Akupunkturpunkte mittels einer Beifusszigarre (Moxibustion) oder sanften Körpertherpien. Denn diese Therapieverfahren stärken die Kräfte von Körper und Geist und unterstützen so optimal die Gesundung.
zurück
Ansprechpartner:
Medical Consulting Group, Meike Strenger
Mörsenbroicher Weg 200, 40470 Düsseldorf
Tel.(0211) 516045-182, Fax (0211) 516045-249
Email: meike.strenger@medical-consulting.de

Herausgeber:
Klinik am Steigerwald
Waldesruh
97447 Gerolzhofen