Pressemitteilung
Drehschwindel schulmedizinisch und chinesisch betrachtet
Plötzlich ohne Vorwarnung beginnt ein Anfall von Morbus Menire: Starker Drehschwindel, oft einhergehend mit Übelkeit und Erbrechen, Tinnitusgeräuschen und einseitiger Hörverminderung zwingen Erkrankte in die Knie. Der approbierte Arzt und TCM-Experte Dr. Schmincke erklärt, wie es aus schulmedizinischer und chinesischer Sicht zu diesen Anfällen kommt: Nach schulmedizinischer Auffassung sind Wasseransammlungen im Innenohr Grund der Erkrankung. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr wird dadurch gestört und reagiert mit vorübergehendem Schwindel. Aber auch neurologische Ausfälle und Entzündungen im Ohr machen Drehschwindel. Allerdings lassen sich häufig auch nach eingehender neurologischer oder internistischer Untersuchung keine therapeutisch wegweisende Ursachen für den Drehschwindel finden. Schulmedizinisch beschränkt sich die Behandlung auf Medikamente gegen Übelkeit und Schwindel.
Zwischen zehn und zwanzig Minuten dauern die Schwindelattacken in der Regel. Die Gefahren liegen auf der Hand: Menire-Patienten wie Martina können sich nicht auf den Beinen halten und leiden unter der seekrankheitähnlichen, starken Übelkeit. Dr. Schmincke weiter: Häufig ist die Angst vor dem nächsten Anfall sogar so groß, dass sich Angstzustände beim Patienten einstellen. Diese müssen ebenfalls in der Diagnose und weiterführenden Behandlung berücksichtigt werden.
Aus chinesischer Sichtweise gibt es das Schlagwort Kein Schwindel ohne Tan, Tan kann man übersetzen mit allen ausleitungspflichtigen, den Körper belastenden Stoffen (die Chinesen sagen: innerer Schleim), die zum Beispiel von verschleppten Erkältungserkrankungen oder Nebenhöhlenentzündungen herrühren kann. Bei einer produktiven Erkältung wird der Tan (Schleim) über die Nase oder die Bronchien ausgeleitet. Versagt die Kraft dieses gesunden Prozesses, z.B. auch durch frühzeitige Antibiotikagabe oder zu wenig Ruhe im Krankheitsfall, kann dieser Tan nach oben in den Kopf steigen und dort den Schwindel verursachen. Diese Ursachen können akute Infekte, aber auch jahrelange vor sich hin köchelnde chronische Prozesse sein. Die chinesische Therapie setzt gezielt an den individuellen Ursachen an.
Individuelle Therapien
Bei der Behandlung mit der TCM steht eine ganzheitliche Diagnose im Vordergrund. So werden bei einer Untersuchung in der Klinik am Steigerwald neben der schulmedizinischen Betrachtung auch chinesische Verfahren wie Puls- und Zungendiagnostik zur Therapiebestimmung einbezogen. Mit der ausführlichen Krankenvorgeschichte, die bis in die Kindheit zurückerhoben wird, kann der erfahrene TCM-Arzt Gründe für die Erkrankung aufspüren und gegensteuern. Bei Morbus Menire setzt das Ärzte-Team in der Klinik am Steigerwald auf die chinesische Arzneitherapie, einem der Grundpfeiler der TCM. Bei diesem Verfahren werden individuelle Heilpflanzen-Rezepturen zu einem Sud abgekocht und von den Patienten über den Tag verteilt getrunken. Während der gesamten Therapie werden die Reaktionen des Körpers auf die chinesischen Rezepturen genau kontrolliert und die Heilpflanzen gegebenenfalls neu angepasst. Flankierend setzt das 15-köpfige Ärzte- und Therapeutenteam auf Verfahren wie Akupunktur, die Erwärmung der Akupunkturpunkte mittels einer Beifusszigarre (Moxibustion) oder sanften Körpertherpien. Denn diese Therapieverfahren stärken die Kräfte von Körper und Geist und unterstützen so optimal die Gesundung.
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Klinik am Steigerwald
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