Pressemitteilung
Dem Türhüter vertrauen
Einfach mehr Sport machen und weniger essen. „Hilfreiche“ Tipps wie diese bekommen viele Adipositas-Erkrankte von Außenstehenden. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Die übermäßige Vermehrung und Ansammlung von Fettgewebe entsteht nach chinesischem Verständnis aus einem Kommunikationsproblem des Körpers. Dr. Schmincke führt aus: „Jeder Mensch besitzt individuelle Sensoren, die ihm bzw. seinem Organismus sagen, was er an Nahrung benötigt und wo die Grenze liegt. Ist dieser Sensor gestört kann es zu einer Essstörung wie Adipositas kommen.“ Die TCM spricht bei diesem Sensor auch vom Türhüter, der eine Art Wächter- und Beraterfunktion inne hat. Hierzu zählen beispielsweise Geschmacks- und Riechorgan oder auch Appetit- und Sättigungsgefühl. Der Türhüter hat gelernt einem zu sagen, was für den Organismus wohltuend und was schädlich ist. Und vor allem: wann ausreichend Nahrung aufgenommen wurde. „Hören Sie auf Ihren Türhüter und vertrauen Sie Ihm!“, so der Appell des Experten für alternative Heilmethoden. Bei Adipositas-Patienten hat der Türhüter seine Funktion verloren. Ziel der Therapie muss es sein, den Türhüter wieder zu „beleben“, damit er seine wichtige Funktion wieder erfüllen kann.
Heilpflanzen gegen Kilos
Bei adipösen Menschen liegt eine regelrechte Fresssucht vor. Das bedeutet, zumeist hochkalorische Nahrung wird unverhältnismäßig zu sich genommen. Der Türhüter ist folglich außer Kraft gesetzt, hinzu kommt noch Bewegungsmangel. Dr. Schmincke weiß: „Ein Teufelskreis, aus dem die Patienten ohne Hilfe nicht mehr herauskommen. Wir therapieren unter anderem mit der chinesischen Arzneitherapie. Nach eingehender Anamnese, die sowohl einen schulmedizinischen Teil als auch einen chinesischen Diagnoseteil mit Pulstastung und Zungenbetrachtung umfasst, werden Heilpflanzen individuell für die Bedürfnisse des Patienten zusammengestellt.“ Bei Adipositas-Erkrankten sind Rezepturen erforderlich, die dabei helfen Altlasten des Körpers zu bereinigen, zu klären und zu entschlacken. Der Mensch lernt durch die hoch wirksamen Arzneien wieder zwischen sinnvollem körperlichen und seelischem Bedürfnis und „Sucht“ zu unterscheiden.. Nur so kann er auch seinem Türhüter wieder Vertrauen schenken. Zusätzlich wird der Adipositas-Patient durch bestimmte Rezepturen unterstützt, sich den eigentlichen Ursachen der Erkrankung stellen zu können. Die abgekochte Arznei, auch Dekokt genannt, wird über den Tag verteilt heiß getrunken. „Mit diesem zur Hälfte in die Vergangenheit und zur Hälfte in die Zukunft gewandten arzneimitteltherapeutischem Konzept, gelingt es in der Tat in vielen Fällen, die Menschen aus dem Strudel der Überernährung wieder herauszuführen“, weiß Dr. Schmincke aus der ärztlichen Praxis.
TCM – Mehr als Akupunktur
Das Behandlungskonzept der Klinik am Steigerwald kann darüber hinaus mit vielen Methoden ergänzt werden. Einen wichtigen Teil nimmt hierbei die Ernährungsberatung für die adipösen Betroffenen ein: Krankmachende Faktoren sollten vermieden werden. Gleichzeitig sollte das Essen gehaltvoll und abwechslungsreich sein. Verbote und Reglementierungen können dabei nicht das Ziel sein. Akupunktur und verschiedene Physiotherapien wie Tuina-Druckmassagen und QiGong runden das Therapiespektrum ab und bieten dem Patienten eine abwechslungsreiche Atmosphäre, um sich in Ruhe dem Türhüter wieder anvertrauen zu können.
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² Body-Mass-Index: Wird berechnet durch die Formel: Körpergewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (m2).

